Geschlechtliche Vielfalt in der Lehre zu Psychotherapie

Ein Workshop für Psychotherapeut*innen

Am Dienstag, 22. September 2026 findet im IMGWF (Lübeck) ein Workshop zum Thema Geschlechtliche Vielfalt in der Lehre zu Psychotherapie statt.

Die Veranstaltung bringt Lehrende, Praktiker*innen und Auszubildende aus Psychotherapie, Beratung und universitärer Lehre zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt zu diskutieren.

Organisation

Der Workshop wird veranstaltet von Prof. Dr. Lisa Malich und Sarah Otto und moderiert von Dr. Juliane Scholz, Prof. Dr. Lisa Malich und Sarah Otto.

Ziel des Workshops

Im Zentrum steht die Frage, wie geschlechtliche Vielfalt – insbesondere trans*, inter* und nicht-binäre Perspektiven – systematisch in die psychotherapeutische Ausbildung, Lehre und Weiterbildung integriert werden kann. Neben Impulsen aus Praxis und Lehre liegt ein Schwerpunkt auf der gemeinsamen Entwicklung konkreter Ansätze für Studium, Weiterbildung und institutionelle Praxis.

Der Workshop steht nur registrierten Teilnehmenden offen.

Programm

Geschlechtliche Vielfalt in der Lehre zu Psychotherapie. Ein Workshop für Psychotherapeut*innen 

Datum: Dienstag, 22.09.2025

Ort: IMGWF
Zeit: 10:00–18:00 Uhr

Moderation: Dr. Juliane Scholz & Prof. Dr. Lisa Malich & Sarah Otto

10:00-10:45 Uhr – Ankommen und Begrüßung

  • Begrüßung durch das Organisationsteam (Sarah Otto & Lisa Malich)

  • Grußworte: M. Sc. Puya Sattarzadeh – Mitglied des Weiterbildungsausschusses der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein

  • Kurze Vorstellungsrunde

10:45-11:30 – Keynote

  • Intergeschlechtlichkeit in der Beratung und Psychotherapie: Wichtige Eckpunkte für eine diskriminierungs- und traumasensible Haltung auf Augenhöhe (Léan Maurer & Julien Charles-Czepa)

11:30-12:00 – Kaffeepause 1

12:00-13:00 – Impulsvorträge aus der Praxis 

  • Leben mit Sexismus und Geschlechterrollen (Paula Kittelmann)

  • Queerness, Nonbinarität und Intersektionalität - Welche Herausforderungen erleben Klient*innen im Kontext von Selbsthilfe, Beratung und Psychotherapie? (Gabriel M. Gottschald)

  • Was brauchen junge Trans*Personen? Erfahrungen und Wünsche für die psychotherapeutische Praxis (Nikolas Makowka)

  • Einblick in die Arbeit der Spezialambulanz für Transgender-Versorgung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Timo Nieder)

  • Gemeinsame Diskussion: was sind gemeinsame Themen, was sind spezifische?

13:00-13:45 Uhr – Mittagspause (Fingerfood-Buffett)

13:45-15:00 Uhr – Impulsvorträge aus der Lehre

  • Geschlechtervielfalt im Master-Studiengang „Klinische Psychologie und Psychotherapie”: Herausforderungen und Erfahrungen an der Universität zu Lübeck (Ines Wilhelm-Groch) 

  • Eine Studierendenperspektive auf die universitäre Lehre (Leonie Ebenhoch)

  • Wie lässt sich die Lehre in psychotherapeutischer Aus- und Weiterbildung beeinflussen? (Sabine Maur)

  • Interviewformat: Hamburger Erfahrungen mit universitärer Lehre in der Klinischen Psychologie, insbesondere in psychodynamischen Verfahren (Katinka Schweizer)

  • Gemeinsame Diskussion 

15:00-15:30 – Kaffeepause 2

15:30-16:30 Uhr – Workshop-Session I: Basics und Erweiterungen

  • Teamarbeit in drei Untergruppen zu folgenden Leitfragen (30 Min):

    1. Was sind essenzielle Themen, die alle Psychotherapeut*innen schon einmal in Bezug auf Geschlechtervielfalt gehört haben sollten?

    2. Wo stehen wir beim Informationsmaterial? Welche Lehrbücher und Broschüren existieren, wie ist der ‚Wasserstand‘? Was funktioniert bereits gut, was fehlt noch?

    3. Welche Formate der Lehre sind für Geschlechtervielfalt sinnvoll? (z.B. Vorlesungen, Module, Aufteilung in spezifische Unterthemen, wenn ja – welche?)

  • Präsentation der Gruppenergebnisse im Plenum (30 Min)

16:30-17:00 Uhr – Kaffeepause 3

17:00-18:00 Uhr – Workshop-Session II: Ideen für Best Practices

  • Teamarbeit in vier Untergruppen: Best Practices und Brainstorming (30 Min)

    1. Universitäre Lehre: Eine Ringvorlesung im Master KliPPs zum Thema Geschlecht(ervielfalt) und Psychotherapie

    2. Aus- und Weiterbildung: Ein 1-tägiges Modul an einem Therapieausbildungsinstitut

    3. Strategien zur besseren Integration in der Lehre: Netzwerkbildung, Kommunikationsstrategien & Kooperationen

    4. Praxis und Lehre im aktuellen gesellschaftspolitischen Kontext: institutionelle Schutzstrategien bei Angriffen, Positionierung und Kommunikation nach Außen

  • Präsentation der Gruppenergebnisse im Plenum (30 Min)

18:00-18:30 Uhr – Diskussion im Plenum

  • Welche Ansätze sind praktikabel? Welche Ressourcen werden benötigt?

  • Sammlung offener Fragen und Bedarfe

  • Interesse an gemeinsamer Publikation zum Thema? Wo und wie?

18:30-18:45 – Abschluss und Ausblick

  • Ausblick auf nächste Schritte im Kontext des SFB 

  • Einladung zur weiteren Mitwirkung